Qi Gong Grundlagen

Qi Gong ist eine über Jahrtausende gewachsene, aus China stammende Methode zur Pflege und Kultivierung von Körper und Geist.

Der Begriff „Qi Gong“ setzt sich aus zwei chinesischen Schriftzeichen zusammen. Qi Gong


Qi bedeutet Energie aber auch Atem. Aus diesem Grund glaubte man früher, dass es bei Qi Gong nur um Atemübungen gehen würde. Doch das ist weit gefehlt.

In der traditionellen chinesischen Kultur ist Qi ein Begriff von umfassender Geltung. Er gehört in den Zusammenhang des chinesischen Weltbildes, das aus der intensiven Beobachtung der belebten und der unbelebten Natur hervorgegangen ist.

Demnach handelt es sich bei Qi um eine Art immaterielles Grundelement, welches das gesamte Universum mit Leben erfüllt.

Alles was existiert, ist von Qi durchdrungen und solange gesund, als sich Qi in den Dingen bewegt und sich seinen Gesetzmäßigkeiten entsprechend wandelt.

Für das Wort „Gong“ gibt es ebenfalls unterschiedliche Interpretationen. Zum besseren Verständnis sind hier zwei davon angeführt.

Zum einen verstehen wir darunter „Mühe und den Fleiß, um irgendetwas zu erlernen.“ und zum anderen „Der den Himmel (Yang = das Bewegte) und die Erde (Yin = das Ruhende) versteht, ist in der Lage, die wahre Macht der Kräfte zu nutzen.“

Aus diesem Verständnis heraus, haben sich über die Jahrhunderte viele verschiedene Stilrichtungen entwickelt, die trotz ihrer Vielfalt einige Komponenten gemeinsam haben:

  • > die meditative Versenkung
  • > die bewusste Atemführung und
  • > die aufmerksame Körperhaltung / - bewegung

Qi Gong wird weltweit von vielen Menschen zur Gesundheitspflege, als auch zur geistigen Entwicklung geübt, wobei die Gewichtung des Übens abhängig ist, vom Erfahrungshorizont und vom Verständnis des Schülers, als auch des Lehrers. Aber gerade die Vielfalt lädt Interessierte dazu ein, sich im Qi Gong zu üben und eigene Erfahrungen zu machen.

Jeder interessierte sollte sich am Anfang ein Bild davon machen, welchem der folgende Wege, er/sie folgen möge:

  • dem Waigong (dem äußeren, harten Qi Gong), das eher körperbetont ist und bei dem es um eine Verbesserung der äußeren Festigkeit und einer Zentrierung des Qi an der Körperoberfläche geht und welches in einzelnen Stilen der chinesischen Kampfkünste zum Einsatz kommt. Ein Beispiel dafür ist das Tie Bu Shan (Eisenhemd Qi Gong). Dabei geht es um das Unverletzt bleiben nach einem Schlag mit einem scharfen Schwert oder um das Durchbiegen eines Speeres, dessen Spitze unterhalb der Kehle aufgesetzt ist.
  • dem Neigong (dem innere, weichen Qigong), bei dem es in erster Linie um die Gesundheitspflege und – erhaltung geht. Dieses wird in zwei Unterformen unterteilt, dem Donggong und dem Jinggong.
  • das Donggong (bewegtes Qigong) charakterisiert sich durch äußerlich sichtbare Bewegungen. Die Übungen werden im Stehen, Sitzen oder Gehen praktiziert und bestehen aus einem ruhigen Bewegungsfluss, der jedoch von plötzlichen, dynamischen Bewegungen unterbrochen sein kann. Bekannte Formen sind das Wuqinxi (das Spiel der fünf Tiere), das Baduanjin (Acht Brokat), das Shierduanjin (zwölf Brokat) und das Xing Bu Gong (Qigong – Gehen).
  • das Jinggong (stilles, ruhiges Qigong) charakterisiert sich durch feine, häufig von außen kaum sichtbare Körperbewegungen, die im Stehen, Sitzen oder Liegen praktiziert werden können. Hierbei soll die Konzentration auf die innere Bewegung verstärkt werden und eine bewusste Führung der Aufmerksamkeit erreicht werden.
  • Im Vordergrund steht die Sammlung und Zentrierung des Qi. Bekannte Formen sind das Zhangzhuanggong (stehende Säule/Baum) oder das Dantiangong (Stärkung der Mitte).

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Heinz Peter Steiner | sportwissenschaftlicher Berater und Personal Trainer | Rofanstrasse 22 | Top 1 | A-6212 Maurach am Achensee | Fon 0043 / 676 / 6129562